Aukirche

Aukirche und Lorettokapelle

Deutsch

Historie

Bereits im Jahre 1690 wurde aus der Bürgerschaft Montjoies an den Minoriten Orden die Bitte gerichtet, in Montjoie eine Niederlassung zu gründen der 1693 zugestimmt wurde.

Trotz dieser Zustimmung geschah mehrere Jahre nichts, weshalb 1711 Montjoier Bürger erneut an den damaligen Provinzial P. Bruno Schmitz herantraten. Am 2. September haben Eheleute Wilhelm Kesseler und Anna Weyerstraß ein Baugrundstück zum Bau eines Klosters dem Orden angeboten. Auch der Rat der Stadt unterstütze den Bau.

Am 25. Oktober 1711 erklärte er in einer Urkunde, dass er die Schenkung dankend annehme. Da die Mönche sich angeboten haben die unteren 3 Gymnasialklassen zu unterrichten, wurde auf die fällige Grunderwerbssteuer verzichtet.

Ein Teil der Bürgerschaft war damit nicht einverstanden und machte in einer Eingabe an den Landesherrn eine Reihe von Bedenken gegen die Gründung geltend und bat um Ablehnung der Klosterneugründung. Am 25. Mai 1711 wurde die Genehmigung zur Gründung der Niederlassung erteilt.

Sehr schnell wurde der Laienbruder Maximinus Thiel nach Montjoie geschickt, dem einige Wochen später der handwerklich sehr geschickte Laienbruder Adam Ruck folgte. Sie wohnten bei einem Bürger namens Küpper, bis dann Pater Bernardin Gohr als erster Präses der Niederlassung ankam.

Diese Drei begannen nun mit den Vorbereitungen zum Bau des Convents und erbauten zunächst eine kleine Kapelle zu Ehren der hl. Jungfrau von Loretto. die Ordensmitglieder bemühten sich die Gnadenkapelle in würdig auszustatten: Pater Schmitz stiftete eine Glocke, Pater Gohr ein goldenes Reliquiar (Behältnis für eine Reliquie) und eine kostbare Kasel (ärmelloses, kostbares Gewand, welches beim Gottesdienst getragen wird), der Convent von Nideggen ein kupfernes Reliquiar und Pater Richenao zwei goldene Kronen für das Gnadenbild.

Die Loretto Kapelle wurde am 11. November 1714 eingeweiht.

In der Folgezeit gewann die Verehrung der heiligen Jungfrau von Loretto in Stadt und Land immer größere Verbreitung. Viele Kranke, die zu ihr vertrauensvoll ihre Zuflucht nahmen, schrieben dieser ihre wunderbare Heilung zu.

Mit dem Bau der Kirche begann Pater Prosper Kuhmann. Im Oktober 1725 wurde unter großen Feierlichkeiten der vom Provinzial Martin Odenthal geweihte Grundstein durch den Montjoier Bürgermeister und Hofrat Johann Wilhelm Brewer im Auftrage des Landesherrn gelegt.

Der Bau wurde von vielen Gönnern mit Geldern unterstützt. So schenkte der beispielsweise der Landesherr 500 Reichstaler oder der Hofrat und Forstmeister Johann Winand Stolzen zu Montjoie 100 Reichstaler.

Trotzdem schritt der Bau aus Geldmangel nur langsam voran. Man munkelte, dass die Unfähigkeit verschiedener Oberen daran schuld war: Pater Leonhard Melchers setzte ,,mit großem Eiler aber mit geringer Klugheit" den Bau fort. Es scheint, dass unter ihm das neue Dach der Kirche eingestürzt ist; denn es wird von ihm berichtet, dass er das mit eisernen Zugankern zusammengekettete Dach zum zweiten Mal aufsetzen ließ.

Pater Tillmann Bremendal konnte im Jahre 1751 - volle 25 Jahre nach der Grundsteinlegung - die Einweihung der Kirche feiern. Es war ein Freudentag für den Convent und die ganze Stadt, als am 12. April 1751 der Abt von Steinfeld Gabriel Hilger unter dem Geläute der Glocken und dem Dröhnen der Geschütze auf, der Burg in Montjoie anlangte.

Über die weitere Geschichte und Entwicklung des nebenan gelegenen Klosters ist nicht viel zu berichten. Die Nachwehen der politischen und sozialen Umwälzung um die Wende des 18. Jahrhunderts sollten auch für die Minoriten in Montjoie das Ende bringen. Unter der Französischen Republik wurde das Kloster mit seinen 13 Ordensmitgliedern geschlossen. Das Ordensvermögen wurde auf 17987 Franken geschätzt es bestand aus 10 Morgen Wiesenland mit einem Wert von 500 Francs, den Gebäuden im Wert von 15000 Francs, und einem Barvermögen von 2437 Francs.

Die KIostergebäude wurden der Zivilgemeinde Montjoie zu Schulzwecken überlassen. Die Klosterkirche war zunächst Annexkirche der Pfarrkirche in der Kirchstraße; später wurde sie aber zur Hauptkirche.

Im Jahre 1860 brach nachts in der Loretto Kapelle, in der abends der Rosenkranz gebetet wurde, ein Brand aus, der die Kapelle mit Gnadenbild vollends zerstörte. Nach dem Brand wurde im unteren Teil der Kirche eine Orgelbühne eingebaut und dieser Teil mit einem Gitter von der übrigen Kirche abgetrennt.

Nach dem französisch-deutschen Krieg 1870/71 gab es immer häufiger den Wunsch an die Aukirche einen Turm anzubauen und für die zu Rüstungszwecken abgelieferten Glocken neue gießen zu lassen.

Frau Bourtscheidt verkaufte 1918 das zwischen ihrem Haus (heute Hotel Flosdorff) und der Kirche gelegenes und mit einem Schuppen bebaute Gelände der Pfarrgemeinde.

Man beauftragte den Architekten Fortmann aus Köln und begann mit dem Bau des Kirchturmes Ende Juli 1922. Im November 1923 war der Turm fertig und am 16. Dezember 1923 fand die feierliche Glockenweihe statt. Die Glocken wurden vom Bochumer Verein geliefert. Der Kirchturm erhielt seine Uhr erst Anfang Dezember 1937. Den Anstoß hierzu gab der Schuster Pauk Krehoff, der beim Blick aus seiner Werkstatt eine Uhr vermisste. Er spendete 2000,00 Mark zum Einbau der Uhr

Mit der Errichtung des Turmes wurde der frühere Haupteingang der Kirche zugemauert und auf der inneren Seite zu einer würdigen Kriegergedächtniskapelle, ausgestaltet.

In den späten 1960 Jahren wurde der Innenraum der Kirche unter Pfarrer Caspar Seeger völlig umgestaltet. Die mächtige Orgel auf der Empore am Turm wurde abgebaut und das Kirchengestühl entfernt. Der an der Kopfseite des Axialbaus befindliche Altar wurde durch einen neuen Altar in der Kirchenmitte an der Rurseite ersetzt und neue Bänke halbkreisförmig um diesen eingebaut. Im ehemaligen Altarraum wurde eine neue, moderne Orgel aufgestellt und zusätzliche Sitzplätze eingebracht, die bei Festgottesdiensten dem Chor weichen. Bei diesem Umbau wurden auch die Wände mit einer Schlämme neu verputzt und neue Lampen angebracht. Gestaltet wurde dieser Umbau durch das Architektenehepaar Legge und Legge-Suwelack.

Quelle: Pfarrer Janssen, Imgenbroich Rheinische Kunststätten, Heft 364, 1. Auflage 1990; Conny Valter

 

English

History

As early as 1690, the citizens of Montjoie asked the Order of Friars Minor to found a branch in Montjoie, which was granted in 1693.

Despite this approval, nothing happened for several years, which is why in 1711 the citizens of Montjoie again approached the then Provincial Father Bruno Schmitz. On 2 September, married couples Wilhelm Kesseler and Anna Weyerstraß offered a building plot to the Order for the construction of a monastery. The town council also supported the building.

On 25 October 1711, it declared in a deed that it gratefully accepted the donation. Since the monks offered to teach the lower 3 grammar school classes, the land acquisition tax due was waived.

A part of the townspeople did not agree with this and in a petition to the sovereign raised a number of objections to the foundation and asked for the re-foundation of the monastery to be rejected. On 25 May 1711, permission to found the branch was granted.

Very quickly the lay brother Maximinus Thiel was sent to Montjoie, followed a few weeks later by the lay brother Adam Ruck, who was very skilled in craftsmanship. They lived with a citizen named Küpper until Father Bernardin Gohr arrived as the first president of the branch.

These three now began preparations for the construction of the convent and first built a small chapel in honour of St. Virgin of Loretto. The members of the Order endeavoured to equip the Chapel of Grace in a worthy manner: Father Schmitz donated a bell, Father Gohr a golden reliquary (container for a relic) and a precious chasuble (sleeveless, precious vestment worn during the service), the Convent of Nideggen a copper reliquary and Father Richenao two golden crowns for the image of grace.

The Loretto Chapel was consecrated on 11 November 1714.

In the following years, devotion to the Blessed Virgin of Loretto became more and more widespread in town and country. Many sick people who took refuge in her with confidence attributed their miraculous healing to her.

Father Prosper Kuhmann began the construction of the church. In October 1725, the foundation stone, consecrated by the Provincial Martin Odenthal, was laid by the Mayor of Montjoier and Court Councillor Johann Wilhelm Brewer on behalf of the sovereign.

The construction was supported by many benefactors with funds. For example, the sovereign donated 500 Reichstaler and the court counsellor and forester Johann Winand Stolzen zu Montjoie 100 Reichstaler.

Nevertheless, construction progressed only slowly for lack of money. It was rumoured that the incompetence of various superiors was to blame: Father Leonhard Melchers continued the construction "with great haste but with little wisdom". It seems that the new roof of the church collapsed under him; for it is reported of him that he had the roof, which was chained together with iron tie rods, put on for the second time.

Father Tillmann Bremendal was able to celebrate the consecration of the church in 1751 - a full 25 years after the foundation stone was laid. It was a day of joy for the convent and the whole town when, on 12 April 1751, the Abbot of Steinfeld, Gabriel Hilger, arrived at the castle in Montjoie to the ringing of the bells and the roar of the guns.

There is not much to report about the further history and development of the monastery next door. The aftermath of the political and social upheaval at the turn of the 18th century was also to bring an end to the Minorites in Montjoie. Under the French Republic, the monastery and its 13 members were closed. The order's assets were estimated at 17987 francs and consisted of 10 acres of meadowland worth 500 francs, the buildings worth 15000 francs, and cash assets of 2437 francs.

The convent buildings were given to the civil parish of Montjoie for school purposes. The convent church was initially annexed to the parish church in Church Street; but later it became the main church.

In 1860, a fire broke out at night in the Loretto Chapel, where the rosary was prayed in the evenings, which completely destroyed the chapel with the image of grace. After the fire, an organ platform was installed in the lower part of the church and this part was separated from the rest of the church with a grille.

After the Franco-German war of 1870/71, there was an increasing desire to add a tower to the Aukirche and to have new bells cast for the bells that had been delivered for armament purposes.

In 1918, Mrs Bourtscheidt sold the land between her house (now the Flosdorff Hotel) and the church, which had been built on with a shed, to the parish.

The architect Fortmann from Cologne was commissioned and the construction of the church tower began at the end of July 1922. The tower was completed in November 1923 and the solemn consecration of the bells took place on 16 December 1923. The bells were supplied by the Bochumer Verein. The church tower did not receive its clock until the beginning of December 1937. The impetus for this was given by the shoemaker Pauk Krehoff, who missed a clock when looking out of his workshop. He donated 2000.00 Marks for the installation of the clock.

With the construction of the tower, the former main entrance of the church was walled up and the inner side was turned into a dignified war memorial chapel.

In the late 1960s, the interior of the church was completely redesigned under Pastor Caspar Seeger. The mighty organ in the gallery by the tower was dismantled and the pews removed. The altar located at the head of the axial building was replaced by a new altar in the centre of the church on the Rur side and new pews were installed in a semicircle around it. A new, modern organ was installed in the former chancel and additional seating was brought in to make way for the choir during festival services. During this conversion, the walls were also re-plastered with a slurry and new lamps were installed. This conversion was designed by the architect couple Legge and Legge-Suwelack.

Source: Pastor Janssen, Imgenbroich Rheinische Kunststätten, booklet 364, 1st edition 1990; Conny Valter

 

Francais

Histoire

Français

Dès 1690, la bourgeoisie de Montjoie demanda à l'Ordre des Frères mineurs de fonder un établissement à Montjoie, ce qui fut accepté en 1693.

Malgré cette approbation, rien ne se passa pendant plusieurs années, raison pour laquelle, en 1711, des citoyens de Montjoie s'adressèrent à nouveau au Provincial de l'époque, le Père Bruno Schmitz. Le 2 septembre, les époux Wilhelm Kesseler et Anna Weyerstraß ont proposé à l'Ordre un terrain à bâtir pour la construction d'un couvent. Le conseil municipal soutint également la construction.

Le 25 octobre 1711, il déclara dans un document qu'il acceptait la donation avec reconnaissance. Comme les moines s'étaient proposés pour enseigner les trois classes inférieures du lycée, on renonça à l'impôt sur le transfert de propriété dû.

Une partie de la bourgeoisie ne fut pas d'accord et, dans une requête adressée au souverain, elle fit valoir une série d'objections à la fondation et demanda le refus de la nouvelle fondation du monastère. Le 25 mai 1711, l'autorisation de fonder l'établissement fut accordée.

Très rapidement, le frère laïc Maximinus Thiel fut envoyé à Montjoie, suivi quelques semaines plus tard par le frère laïc Adam Ruck, très habile de ses mains. Ils habitèrent chez un citoyen du nom de Küpper jusqu'à l'arrivée du père Bernardin Gohr, premier président de l'établissement.

Ces trois personnes commencèrent alors à préparer la construction du couvent et construisirent d'abord une petite chapelle en l'honneur de la Sainte Vierge de Lorette. Les membres de l'ordre s'efforcèrent d'équiper dignement la chapelle de la grâce : le père Schmitz offrit une cloche, le père Gohr un reliquaire en or (récipient pour une relique) et une chasuble précieuse (vêtement sans manches, précieux, porté lors de la messe), le couvent de Nideggen un reliquaire en cuivre et le père Richenao deux couronnes en or pour l'image de la grâce.

La chapelle Loretto a été inaugurée le 11 novembre 1714.

Par la suite, la dévotion à la sainte Vierge de Lorette se répandit de plus en plus dans les villes et les campagnes. De nombreux malades, qui se réfugiaient en elle avec confiance, lui attribuaient leur guérison miraculeuse.

Le père Prosper Kuhmann commença la construction de l'église. En octobre 1725, la première pierre, consacrée par le provincial Martin Odenthal, fut posée par le bourgmestre de Montjoie et conseiller Johann Wilhelm Brewer, sur ordre du souverain, au cours de grandes festivités.

La construction fut soutenue financièrement par de nombreux donateurs. Ainsi, le souverain offrit 500 Reichstaler ou le conseiller de cour et maître forestier Johann Winand Stolzen zu Montjoie 100 Reichstaler.

Malgré cela, la construction n'avançait que lentement, faute d'argent. On murmurait que l'incompétence de différents supérieurs en était la cause : le père Leonhard Melchers poursuivait la construction "avec beaucoup d'empressement mais peu d'intelligence". Il semble que le nouveau toit de l'église se soit effondré sous ses ordres, car on raconte qu'il fit poser une deuxième fois le toit, qui avait été enchaîné avec des tirants en fer.

Le père Tillmann Bremendal a pu célébrer la consécration de l'église en 1751, soit 25 ans après la pose de la première pierre. Ce fut un jour de joie pour le couvent et toute la ville lorsque, le 12 avril 1751, l'abbé de Steinfeld Gabriel Hilger arriva au château de Montjoie au son des cloches et au grondement des canons.

Il n'y a pas grand-chose à dire sur la suite de l'histoire et le développement du monastère situé à côté. Les suites des bouleversements politiques et sociaux au tournant du XVIIIe siècle devaient également sonner le glas des frères mineurs de Montjoie. Sous la République française, le couvent et ses 13 membres furent fermés. Les biens de l'ordre furent estimés à 17987 francs et se composaient de 10 arpents de prairie d'une valeur de 500 francs, des bâtiments d'une valeur de 15000 francs et d'une fortune en espèces de 2437 francs.

Les bâtiments du monastère furent cédés à la paroisse civile de Montjoie à des fins scolaires. L'église du couvent était d'abord une annexe de l'église paroissiale de la rue de l'Eglise, mais elle devint plus tard l'église principale.

En 1860, un incendie se déclara la nuit dans la chapelle de Lorette, où l'on récitait le chapelet le soir, et détruisit complètement la chapelle et son image miraculeuse. Après l'incendie, une tribune d'orgue a été installée dans la partie inférieure de l'église et cette partie a été séparée du reste de l'église par une grille.

Après la guerre franco-allemande de 1870/71, le souhait d'ajouter une tour à l'église et de faire fondre de nouvelles cloches pour celles qui avaient été livrées à l'armée se fit de plus en plus pressant.

En 1918, Mme Bourtscheidt vendit à la paroisse le terrain situé entre sa maison (aujourd'hui l'hôtel Flosdorff) et l'église, sur lequel était construit un hangar.

On fit appel à l'architecte Fortmann de Cologne et la construction du clocher débuta fin juillet 1922. En novembre 1923, le clocher était terminé et la bénédiction solennelle des cloches eut lieu le 16 décembre 1923. Les cloches ont été fournies par l'association de Bochum. Le clocher n'a reçu son horloge qu'au début du mois de décembre 1937, sous l'impulsion du cordonnier Pauk Krehoff qui, en regardant de son atelier, avait remarqué qu'une horloge lui manquait. Il a fait don de 2000,00 marks pour l'installation de l'horloge.

Avec la construction de la tour, l'ancienne entrée principale de l'église a été murée et transformée en une chapelle à la mémoire des combattants sur le côté intérieur.

À la fin des années 1960, l'intérieur de l'église a été entièrement réaménagé par le pasteur Caspar Seeger. L'imposant orgue situé sur la tribune près de la tour a été démonté et les stalles ont été enlevées. L'autel situé au chevet du bâtiment axial fut remplacé par un nouvel autel au centre de l'église, côté Roer, et de nouveaux bancs furent installés en demi-cercle autour de celui-ci. Un nouvel orgue moderne a été installé dans l'ancien sanctuaire et des places assises supplémentaires ont été ajoutées, qui cèdent la place au chœur lors des messes de fête. Lors de cette transformation, les murs ont également été recrépis avec un badigeon et de nouvelles lampes ont été installées. Cette transformation a été réalisée par le couple d'architectes Legge et Legge-Suwelack.

Source : Pasteur Janssen, Imgenbroich Rheinische Kunststätten, cahier 364, 1ère édition 1990 ; Conny Valter

 

Nederlands

Geschiedenis

Al in 1690 vroegen de burgers van Montjoie aan de orde van de minderbroeders om een filiaal in Montjoie te stichten, wat in 1693 werd toegestaan.
Ondanks deze goedkeuring gebeurde er enkele jaren niets, zodat de burgers van Montjoie zich in 1711 opnieuw tot de toenmalige provinciale pater Bruno Schmitz wendden. Op 2 september bood het echtpaar Wilhelm Kesseler en Anna Weyerstraß de Orde een bouwterrein aan voor de bouw van een klooster. Ook de gemeenteraad steunde het gebouw.
Op 25 oktober 1711 verklaarde zij in een akte de schenking dankbaar te aanvaarden. Omdat de monniken aanboden de lagere 3 gymnasiumklassen te onderwijzen, werd de verschuldigde grondaankoopbelasting kwijtgescholden.
Een deel van de stedelingen was het daar niet mee eens en stelde in een verzoekschrift aan de vorst een aantal bezwaren tegen de stichting aan de orde en vroeg om de heroprichting van het klooster af te wijzen. Op 25 mei 1711 werd toestemming verleend om het filiaal te stichten.
Al snel werd de lekenbroeder Maximinus Thiel naar Montjoie gestuurd, enkele weken later gevolgd door de lekenbroeder Adam Ruck, die zeer bedreven was in het vakmanschap. Ze woonden bij een burger genaamd Küpper totdat pater Bernardin Gohr arriveerde als de eerste voorzitter van de afdeling.
Deze drie begonnen nu met de voorbereidingen voor de bouw van het klooster en bouwden eerst een kleine kapel ter ere van de heilige Maagd van Loretto. De leden van de Orde trachtten de Genadekapel waardig uit te rusten: pater Schmitz schonk een klok, pater Gohr een gouden reliekschrijn (houder voor een reliek) en een kostbaar kazuifel (mouwloos, kostbaar gewaad gedragen tijdens de dienst), het klooster van Nideggen een koperen reliekschrijn en pater Richenao twee gouden kronen voor het genadebeeld.
De Loretto kapel werd ingewijd op 11 november 1714.
In de volgende jaren werd de devotie tot de Heilige Maagd van Loretto meer en meer verspreid in stad en land. Vele zieken die vol vertrouwen hun toevlucht tot haar namen, schreven hun wonderbaarlijke genezing aan haar toe.
Vader Prosper Kuhmann begon met de bouw van de kerk. In oktober 1725 werd de eerste steen, ingewijd door de provinciaal Martin Odenthal, gelegd door de burgemeester van Montjoier en hofraadslid Johann Wilhelm Brewer namens de vorst.
De bouw werd gesteund door vele weldoeners met fondsen. Zo schonk de vorst 500 rijksdaalders en de hofmeester en boswachter Johann Winand Stolzen zu Montjoie 100 rijksdaalders.
Toch vorderde de bouw slechts langzaam bij gebrek aan geld. Het gerucht ging dat de incompetentie van verschillende oversten hier debet aan was: pater Leonhard Melchers zette de bouw voort "met grote haast maar met weinig wijsheid". Het schijnt dat het nieuwe dak van de kerk onder hem is ingestort; want er wordt over hem bericht dat hij het dak, dat met ijzeren bindstangen aan elkaar was geketend, voor de tweede maal heeft laten aanbrengen.
Pater Tillmann Bremendal kon de inwijding van de kerk in 1751 vieren, 25 jaar nadat de eerste steen was gelegd. Het was een vreugdevolle dag voor het klooster en de hele stad, toen op 12 april 1751 de abt van Steinfeld, Gabriel Hilger, onder het luiden van de klokken en het gebulder van de kanonnen aankwam bij het kasteel van Montjoie.
Over de verdere geschiedenis en ontwikkeling van het klooster ernaast valt niet veel te melden. De nasleep van de politieke en sociale omwenteling rond de 18e eeuwwisseling maakte ook een einde aan de Minorieten in Montjoie. Onder de Franse Republiek werden het klooster en zijn 13 leden gesloten. Het vermogen van de orde werd geschat op 17987 francs en bestond uit 10 hectare weiland ter waarde van 500 francs, de gebouwen ter waarde van 15000 francs en een kasgeld van 2437 francs.
De kloostergebouwen werden aan de burgerlijke parochie van Montjoie gegeven voor schooldoeleinden. De kloosterkerk werd aanvankelijk bij de parochiekerk in Church Street gevoegd, maar werd later de hoofdkerk.
In 1860 brak 's nachts brand uit in de Loretto-kapel, waar 's avonds de rozenkrans werd gebeden, die de kapel met het genadebeeld volledig verwoestte. Na de brand werd in het onderste deel van de kerk een orgelplateau geïnstalleerd, dat met een rooster van de rest van de kerk werd gescheiden.
Na de Frans-Duitse oorlog van 1870/71 groeide de wens om de Aukirche van een toren te voorzien en nieuwe klokken te laten gieten voor de klokken die voor bewapeningsdoeleinden waren geleverd.
In 1918 verkocht mevrouw Bourtscheidt de grond tussen haar huis (nu hotel Flosdorff) en de kerk, die bebouwd was met een schuurtje, aan de parochie.
De architect Fortmann uit Keulen kreeg de opdracht en de bouw van de kerktoren begon eind juli 1922. De toren werd in november 1923 voltooid en de plechtige inwijding van de klokken vond plaats op 16 december 1923. De klokken werden geleverd door de Bochumer Verein. De kerktoren kreeg zijn klok pas begin december 1937. De aanzet daartoe werd gegeven door de schoenmaker Pauk Krehoff, die een klok miste toen hij uit zijn werkplaats keek. Hij doneerde 2000,00 Mark voor de installatie van de klok.
Met de bouw van de toren werd de voormalige hoofdingang van de kerk dichtgemetseld en werd de binnenzijde veranderd in een waardige oorlogsherdenkingskapel.
Eind jaren zestig werd het interieur van de kerk onder pastoor Caspar Seeger volledig heringericht. Het machtige orgel op de galerij bij de toren werd ontmanteld en de kerkbanken verwijderd. Het altaar aan de kop van het axiale gebouw werd vervangen door een nieuw altaar in het midden van de kerk aan de Rur-zijde en er werden nieuwe kerkbanken in een halve cirkel omheen geplaatst. In het voormalige koor werd een nieuw, modern orgel geplaatst en er werden extra zitplaatsen ingebouwd om plaats te maken voor het koor tijdens de feestdiensten. Bij deze verbouwing werden ook de muren opnieuw bepleisterd en werden nieuwe lampen geplaatst. Deze verbouwing werd ontworpen door het architectenechtpaar Legge en Legge-Suwelack.
Bron: Pastoor Janssen, Imgenbroich Rheinische Kunststätten, boekje 364, 1e druk 1990; Conny Valter