Fünf Jahre Tag des offenen Denkmals in Monschau

Tag des offenen Denkmals 2026 in Monschau

Auch in diesem Jahr haben viele Eigentümer anlässlich des bundesweit gefeierten Tags des offenen Denkmals wieder ihre denkmalgeschützten Häuser – zum Teil im Rahmen von Führungen – geöffnet. So hatten die Besucher die besondere Gelegenheit, Einblicke in das Bewohnen alter Häuser zu gewinnen und gleichzeitig auch spannende Geschichten zu erfahren.

Seit dem letzten Jahr beteiligt sich das Haus Schlosskehr 13 am Denkmaltag und war mit 70 Personen erneut gut besucht. Im Haus der Stadtgeschichte am Holzmarkt präsentierte sich in bewährter Weise der Geschichtsverein Monschauer Land e.V. mit einem Info- und Bücherstand sowie mit einer Ausstellung alter Fotoansichten aus Monschau. Die Kirchstraße war gleich mehrfach am Tag des offenen Denkmals beteiligt: Zwei Häuser der Senfmüllerfamilie Brauer (ca. 35 Personen kamen zu den Führungen), die alte Pfarrkirche (eine Führung mit rund 20 Personen), das Viertelhaus des ISG Monschau (den ganzen Tag durchgängig gut besucht) und das Haus am Turm mit gleich mehreren Einblicken (Galerie, private Wohnung und Künstlergarten) öffneten ihre Türen. Nur wenige Schritte entfernt informierten in den Schaufenstern von Haus Grigalat Plakate über die bisherigen Erkenntnisse der Bauforschung. Im Zentrum der Stadt standen die evangelische Stadtkirche und das Kolpinghaus wieder für Besichtigunen offen. In der Eschbachstraße konnte das am Rand der Altstadt gelegene Haus Barkhausen, einst Wohnsitz einer wichtigen Monschauer Tuchmacherfamilie und noch heute in Besitz der Nachfahren, im Rahmen von Führungen erkundet werden. Haus Troistorff in der Laufenstraße beeindruckte nicht nur mit seinem historischen Tapetenzimmer, sondern ermöglichte auch dank fachkundiger Führung viele neue Eindrücke. Eine Ausstellung in der Städtischen Galerie im zweiten Stock lockte ebenfalls die Besucher. Etwas die Laufenstraße bergauf war das historische Wohn- und Geschäftshaus Laufenstraße 23 geöffnet, das sich ebenfalls über zahlreiche Interessierte freute. Im benachbarten ehemaligen Ursulinenkloster, in dem heute u.a. die Stadtbücherei ihren Sitz hat, fanden sich um die 70 Besucher ein.

Ein neuer Programmpunkt in diesem Jahr war eine Führung durch die Stadt zum Thema Naturstein. Herr Dr. Schumacher begeisterte mit umfangreichem Wissen die ca. 20 Teilnehmer. In diesem Jahr war es außerdem möglich, die Burg Monschau bei unterhaltsamen Führungen näher kennenzulernen, was um die 50 Besucher gerne in Anspruch genommen haben. Ebenfalls zum ersten Mal war die FH Aachen am Tag des offenen Denkmals in Monschau beteiligt. Am Nachmittag informierte sie über das aktuell laufende Forschungsprojekt zur Baugeschichte der Monschauer Altstadthäuser. Der Einladung folgten so viele Interessierte, dass das Viertelhaus aus allen Nähten platzte.

Als Pate der Veranstaltung in Monschau konnte in diesem Jahr der Eifelautor, Komödiant und Diakon Manni Lang gewonnen werden, der nicht nur ein Grußwort für das Programmheft verfasste, sondern auch kurz auf der Bühne mit dem dem 1. Vorsitzenden der ISG Dr. Jascha Braun plauderte und danach noch mit einer sehr vergnüglichen (teilweise mundartlichen) Lesung mit Geschichten aus Monschau und aus seinem neuesten Krimi erfreute.

Alles in allem war die Veranstaltung wieder eine schöne Ergänzung zur historischen Kermes und viele Menschen ein Erlebnis mit bleibenden Erinnerungen.

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